Schlauchentwicklung für neuen Kältemitteleinsatz

Forschung und Entwicklung

Die Richtlinie 2006/46/EG, welche die erste EU-Richtlinie 70/156/EGW ersetzt, regelt das Typgenehmigungssystem von Nutzfahrzeugen. Dies beinhaltet unter anderem Vorschriften für sicherheitsrelevante Bauteile, aber auch bestimmte Umweltschutzauflagen wie beispielsweise die CO2-Emission.

Der Einsatz alternativer Kältemittel zur Erfüllung der Richtlinie 2006/46/EG ist zwingend erforderlich, da das derzeitig verwendetet Kältemittel R134a den GWP-Grenzwert um das 10-fache überschreitet. Der GWP (Global Warming Potential) gibt die Klimaschädlichkeit eines Stoffes an, dessen Maximalwert laut EU-Vorgaben bei 150 liegt.

Das Rennen um die Zukunft des Kältemittels ist noch nicht entschieden: Sowohl R1234yf als auch R744 befinden sich in Erprobung, haben jedoch die Zielgerade noch nicht erreicht.

Kältemittel R1234yf: (GWP = 4,4)

Der bereits für die R134a-Anwendung eingesetzte PHX H3-Schlauch erfüllt die funktions- und materialseitigen Anforderung für Klimaanalgen, welche für R1234yf konzipiert sind. Da aber namenhafte deutsche Automobilhersteller bei entsprechenden gesetzlich vorgeschriebenen Crash-Tests die brennbare, explosive und gesundheitsschädliche Flusssäure ermittelten, ist der Einsatz dieses Kältemittels umstritten. Der Einsatz des chemischen R1234yf wird jedoch nicht umgehbar sein und über kurz oder lang im AC-System Anwendung finden.

 

Kältemittel R744: (GWP = 1)

Der Einsatz von dem natürlichen R744 in Klimaanlagen erfordert ein hohes Maß an Druck-und Temperaturbeständigkeit. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden bedarf es der Verwendung von teilweise zusätzlichen Wellrohren im Leitungssystem und neuen Schlauchkomponenten, die gegenüber R744 resistent sind. Der Einsatz von Klimaanlagen mit R744 ist frühestens 2015 geplant.

Kältemittelschlauch PHX H3

PHX-H3 Klimaschlauch – ein Schlauch für alle Automobilhersteller.

Leitungssysteme für das Kältemittel R 744 (CO2)

Leitungssysteme für das Kältemittel R 744